Der
Name Ičići (war während der österreichischen Ära auch in der nobelvariante
"Ville d' Ičići" bekannt), den die Fremden so selten richtig
aussprechen können, könnte ihren Ursprung in der benachbarten Ortschaft
Ika haben.
Das Restaurant Mali raj (Piccolo paradiso) mit den erst später aufgebauten
neuem Stockwerk, befindet sich an der Stelle, wo das allte Österreich
eine Wasserschöpfanlage einrichtete, die mit dem Wasser aus dem Bach
Klara, auch Teile von Opatija versorgte.
In einer Grube oberhalb der Straßenbiegung, über dem Restaurant Mali
raj, hatte die deutsche Besatzungsmacht, kurz vor ihrem Rückzug im
April 1945 die Leichen von Lokalpatrioten verscharrt. Zu Ehren der
getöteten Lokalpatrioten wurde spaeter ein Denkmal errichtet.
Das Motel Ičići besitzt heute nur einen kleinen Küstenbereich, während
das Gebaude oberhalb der Pizzeria Venezia renoviert wurde und seine
Appartments in Regenbogenfarben umgestalltet wurden. Vor der Renovierung,
während des Krieges 1991 - 1995 waren die Vertriebenen aus Ostslawonien
dort untergebracht.
Man vermutet daß an dieser Stelle im XVII Jahrhundert größerer Jesuitenbesitz
vorherrschte, auch ein dreistockiges Barokgebaude, desen Steinreste
auch in benachbarten Gärten gefunden wurden.
Eine der attraktivsten sezessions Villas an der Küste Liburniens ist
die Villa Münz von Ičići. Sie wurde im Jahre 1903 von Jakob Ludwig
Münz einem Steinmetz und Steinbruchbesitzer aus Südtirol errichtet.
Ludwig Münz war auch Baumeister des Grand Hotels in Pula und Initiator
der Strassentrasse von Rijeka nach Pula. Er kam nach Opatija als Partner
von Alfred Wrede, dem Konzessionär und Gründer der Straßenbahn, die
in den Jahren von 1908 bis 1933, Matulji mit Lovran verbindete. Mit
ihrem Besitzer und gefüllten Kellern voll mit Malvazijafässern, hat
die Villa die Nationalisierung im Jahre 1948 erlebt. Zuerst übergeht
die Villa an die Gewerkschaft, später wurde sie an lungenkranke macedonische
Kinder (Erholungsort Detska radost) weitergereicht. Danach wurde sie
von Vertriebenen aus Podunavlje genutzt und 1999 von der Stadt Opatija
an das kroatisch-amerikaniche Ehepaar Hopper verkauft.
Bereits in der Münz-Zeit war Ičići als attraktive Wohngegend bekannt.
Dafür zeugen auch Namen von Adeligen und Firmen die in Beziehung mit
dortigen Grundstücken stehen.
Eine Istrische Immobiliengesellschaft war im Besitz der Villa Triestina
und konkurrierte mit der Baufirma Münz um eine Parzelle unterhalb
der Strasse nach Ika. Diese Parzelle war seit 1898 im Besitz von Ljudmila
Leszczynska, danach ihrer Tochter Ljudmila verh. Dornbach aus Lvov.
Später war sie im Besitz der Familie Münz und schließlich Emilija
Schudy verh. Motika.
In Ičići hat sich auch Karl Seidl mit der Gestalltung der Villa für
die Familie Tomašić aus Opatija, befaßt. Architektonisch und finanziell
waren auch andere Pensionen von Colore bis Milly erfolgreich. Auch
das Sanatorium für Lungenkranke soll erwähnt werden, das unter der
Leitung von Slobodan Marin stand und in neuere Zeit stillgelegt und
abgerissen wurde. Unterhalb der Villa vom alten Ludwig Münz wurde
im Jahre 1990 eine Marina errichtet. Diese Marina führt die Tradition
von Ičići fort, die noch im Mittelalter ein bedeutender Hafen fuer
Holzwaren aus Veprinac war.
Die damaligen Boote hatten eine Tragfähigkeit von etwa 100 Tonnen.
Sie transportierten Holz, Kohle, Kalk , Kastanien, Öll, sowie Wein.
Im Jahre 1837 wurde die Erweiterung des Hafens vorgesehen aber erst
im Jahre 1881 erweitert.
Die Geschichte des Gaswerksbaus stellt den sogenannten industriellen
Boom von Ičići dar. Die Wiener Firma "Manoschek" (Gaswerksbau-
und Maschinen-Fabrik AG Franz Manoschek in Wien) hat im Jahre 1912
bei der Gemeinde Volosko-Opatija die Genehmigung für die Gasleitungsverlegung
beantragt. Dagegen wandten sich die Bürger von Ičići Širola, Gašparić,
Peršić, Blažić, Bačić, Andrejčić und Barbić. Auch der Edelmann Marijan
Zambelli und Münz "Fater der Straßentrasse" organisierten
eine Petition mit ca. 160 Unterschriften von Ičići-Bürgern. Gegen
eine Errichtung in Ičići war auch Julius Glax dem Leiter des Referats
"Hygiene in Erholungsorten". Das Projekt scheiterte und
die Gemeinde Volosko-Opatija lehnte auch Manoscheks-Gesuch ab, den
Baubeginn vom 31.12.1918 auf 31.12.1919 zu verlegen.
Der Anwalt Đuro Červar erstattete Klage gegen einen im Jahre 1915
geschlossenen Vertrag zwischen der Gemeinde und Manoschek , mit der
Begründung daß dieser im Gegensatz zu Gemeinde-Interessen stehe. Červar
behauptete daß der Vertrag schädlich wäre, weil er unter anderem,
der Firma Manoschek das gleiche Monopol ermöglichte, wie im Falle
des fehlerhaften langfristigem Monopolvertrages mit der Firma "Scanavi",
die im Jahre 1896 in Opatija die Elektrizitaet einführte.
Das Heutige Ičići hat sich in einen Badeort verwandelt. Den höchen
Standard soll die neulich eingeführte blaue Fahne garantieren. Mit
Naturschönheiten sowie einem umpfangreichen Aleenreichtum , steht
der Ortschaft Ičići sicherlich eine solide Entwicklungsperspektive
bevor.
Auszüge aus dem Text von Amir Muzur
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